Ausbildung

Die Ausbildung zum IKPT Therapeuten


Grundsatz

Als unabhängige private Institution unterwirft sich das IKPT Institut keinen äusseren und formellen Richtlinien. Entsprechend werden für die Ausbildung keine offiziellen Zertifikate oder Credits erteilt. Alle Mitglieder erachten es als Selbstverständlichkeit, stets die höchstmögliche Qualifikation und Qualität im Dienst der Paare anzustreben und weiter zu geben.


Ausbildungsziele

Die IKPT Ausbildung soll erfahrene Psychotherapeuten/innen in die Lage versetzen, nachhaltig erfolgreiche Paartherapien durchzuführen. Durch die Vermittlung der hoch strukturierten theoretischen und praktischen Methodik, die gleichzeitig verschiedene psychotherapeutische Ansätze integriert, soll eine sichere Navigation und Handhabung des paartherapeutischen Prozesses erreicht werden. Dabei sollen eigene kreative Freiräume für die Therapeuten/innen bestehen bleiben.


Voraussetzung zur Teilnahme

Allgemeine theoretische und praktische psychotherapeutische Grundlagen (wie tiefenpsychologische, systemische, kognitive und nicht-verbale Methoden) bringen die Teilnehmer/innen mit.

Abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium mit Lizentiat bzw. Masterabschluss in Medizin oder Psychologie, fortgeschrittene oder abgeschlossene Ausbildung in Psychotherapie, Erfahrung in psychotherapeutischer Praxis.


Form und Dauer

Die Ausbildung wird in einer konstanten Gruppe von 8 bis maximal 10 Teilnehmern/innen durchgeführt.

Eine Kurseinheit beträgt 3 Stunden, die IKPT Grundausbildung umfasst 18 Kurseinheiten.

  • Die·Einführung dauert 1½ Tage (3 Kurseinheiten) Freitag und Samstag Vormittag.
  • Anschliessend finden die·Kurse für die Grundausbildung·(15 Kurseinheiten) jeweils an Freitagen (Nachmittage, *ausnahmsweise Vormittag) ca. 14-täglichen Abständen statt.


Die Grundausbildung ist nach 54 Stunden abgeschlossen. Um Mitglied des IKPT Instituts zu werden, ist der anschliessende regelmässige Besuch der Supervision Voraussetzung.


Kursinhalte
 


Einführung

Vorstellung der Kursteilnehmer, eigene Beziehungserfahrungen, eigene Erfahrungen mit schwierigen Situationen in der Paartherapie, Geschichte der IKPT, theoretischer und praktischer Überblick, Falldemonstration.

Kurseinheiten für die Grundausbildung

  1. Äussere Struktur: Beziehungsmodelle, Kulturaspekte, Kulturdiagnose, Mischehen, Schwierigkeiten auf Niveau ÄStr.,
  2. Erotischer Bereich, Partnerschaftlicher Bereich
  3. Unbewusster Bereich: Familien- und persönlicher Hintergrund (Grundkonflikt, Rollen, Coping, Abwehren, Charakterzüge) Unbewusste Paardynamik (Gemeinsamer Konflikt, Partnerwahl, Idealisierung und Enttäuschung auf regressiver und progressiver Stufe, Verstrickung)
  4. Konflikthypothese erarbeiten 1: Aktueller Paarkonflikt Beziehungsanamnese Partnerwahl Familienanamnesen Idealisierungen (prog./reg.)
  5. Konflikthypothese erarbeiten 2: Enttäuschungen (prog./reg.)Verstrickungen Grad I-III, tragisch-absurde Paradoxie (5/95%), positive Wendung via Kehrseite, Analogie: „gegenseitige Psychoanalyse“
  6. Wir-Identität, in 3 Bereichen aufrecht erhalten, autonomes Durcharbeiten von U, Metaebene aufsuchen (praktische Tools).
  7. Grundhaltung: Paartherapeut/in ist Experte, Identität des Paartherapeuten („oneupmanship“ nach Jay Haley), Gegenübertragung (Triangulierung i.S.·„3. Rad am Velo“).
  8. Äussere und Innere Struktur bearbeiten: Klarheit, Ordnung und Prioritäten hinsichtlich Struktur und Auftrag herstellen. Spezifische methodische Erfordernisse für jeden Bereich der Inneren Struktur E, P, U.
  9. „Kerngeschäft“ der IKPT: Unbewusster Bereich mit „affektlogischer“ Bewusstseinseinengung, Regression in "Borderline-Modus", Regression auf "Borderline-Niveau", Polarisierung, paranoidem Erleben und Agieren, zirkulären Konflikten, typischem Sprachgebrauch (schwarzweiss-Formulierungen, Generalisierungen, gegenseitigen Deutungen und Pathologisierungen usw.). Unterschied von kontextgebundener Regression und echter Borderline Pathologie.
  10. Therapeutischer Prozess mit permanenter Navigation führen: Erstgespräch, weitere Sitzungen, Phasenübergänge I bis IV, Therapieabschluss und ggf. Wiederaufnahme.
  11. Aktualität versus Grundprogramm der IKPT („Störungen haben Vorrang“) bearbeiten.Übertragung- und Gegenübertragung handhaben.
  12. Dokumentations-Tools: Therapie-Protokollle, Supervisions-Protokolle, Analoge Darstellungen (Genogramm, Zeichnungen, Maps, Zeitstrahl).
  13. Therapietools 1 Therapietagebuch, Anamneseerhebung (FA, PA, BA, KonflA), Patientenbilder (Zeichnungen, Fotos, Collagen, Symbole etc.) für FA, PA, BA, PW, für Gegenüberstellung von Ist-Zustand und Wunschzustand.
  14. Therapietools 2: Imaginationen (Konfl., FA, PA, PW usw., Paar-KIP, Sculpturing u.a., non-verbale Techniken.)
  15. Therapietools 3.: Teaching (v.a. Strukturaspekte, Funktionsweise der Beziehungspsychologie, des Zeitgeistes usw.), Animation (v.a. Erotischer Bereich), Mediation (Konfliktlösung im Partnerschaftlichen Bereich), Deutung (v.a. im Unbewussten Bereich).


Leitung

Die Ausbildung wird durch Dr. med. M. Neuenschwander und lic.phil. V. Ehrsam-Ivers geleitet.


Information und Anmeldung

Interessenten/innen wenden sich bitte per e-mail direkt an M. Neuenschwander oder an V. Ehrsam-Ivers (s. unter Kontakte). Wir beantworten Fragen auch gerne per Telefon.